Früh übt sich...
Von Basti, Regatten und Boards
Autor: "Trimmer"[2003] | [2004] | [2005] | [2006] | [2007]
Im Alter von 6 Jahren kam Sebastian 1996 durch seine große Schwester Melanie zum Jollensegeln. Im Herzengelände von Radolfzell am Bodensee durfte er ihren 20 Jahre alten, aber liebevoll gepflegten, Opti ausprobieren und fand so schnell gefallen an dem Segelboot Namens „Schlumpf“. Der richtige Umgang mit Schot und Pinne wurde ihm dann in der Jugendabteilung des WWRa (Wassersportclub Wäschbruck Radolfzell) und durch mich, seinen Vater, beigebracht. Nach regelmäßigem Training in der Optigruppe fuhr Sebastian einzelne Vereinsregatten mit und konnte dort sogar schon Pokale gewinnen.
1998 bemerkte der damals 8 jährige, gebürtige Radolfzeller, dass ich auf dem Surfbrett immer etwas schneller als Sebastian mit dem Schlumpf war und so kam, was kommen musste: „Papa, darf ich auch mal Surfen?“
![]() | Von nun an blieb der „Schlumpf“ immer öfter auf dem Trockenen und ich auch, denn ich sah mein Surfbrett, mit meinem Sohn darauf, nur noch vom Ufer aus über den Untersee fahren. Wann immer es ging war Sebastian mit dem Brett auf dem Wasser und bekam dann endlich im Jahr 2000 sein erstes eigenes Surfbrett (Bic Tecno 272). Corsica war im Frühjahr jeden Jahres immer ein super Spot zum Trainieren (St. Manza, St. Giulia). Ein Jahr später konnte er den VDWS- Windsurfschein für Jugendliche bei Eva auf dem Surfplatz machen und versuchte sich, nach dem ich lange als Trainingspartner herhalten musste, auch gleich an den ersten Windsurfregatten. Hierbei kam ihm der Theorieunterricht aus der Optigruppe sehr zu gute, und so konnte er 2002 wichtige Erfahrungen bei Kidsregatten am Bodensee und Formel-J Läufen in seiner Nähe sammeln. |
2003
startete, der damals 12 Jährige Friedrich-Wöhler-Gymnasiast, mit der Segelnummer GER-220 für den WWRa und erzielte seine ersten Regattaerfolge auf dem Surfbrett:
2. Platz Jugend bis U-19
Formel J Rangliste 2003
5. Platz Jugend bis U-15
Longboard Marathon Trophy
18. Platz overall
Longboard OK Rangliste 2003
8. Platz overall
26. Insel Cup Reichenau
2. Platz U-19
Rorschacher Surfregatta
1. Platz Kids
26. Engadin Surf-Marathon
62. Platz overall, 7. Platz Kids bis Jahrgang 86, 2. Platz Formel-J U-15
Bodenseeregatta Rohrspitz Hard:
1. Platz U-19
Süddeutscher Windsurfcup:
11. Platz overall, 3. Platz Formel J U-19, 1. Platz Formel J U-15
Immer wieder konnte Basti in Radolfzell beim Surfen Günter Lorch bei Tests beobachten. Viele nützliche Tips bekam er von Ihm und so begann eine wunderbare Freundschaft zwischen dem kleinen Basti und dem großen und berühmten Boardshaper. Sehr oft sah man die Beiden am Strand sitzend über das Surfen schwärmen, Günter mit einem Weizen und Basti mit einem Kakao in der Hand.
Es folgte die Aufnahme in das Lorch Regattateam und von jetzt an war ich nicht nur Trainingspartner bei Trimmfahrten sondern auch Reiseleiter und Fahrer zu Trainingslagern und Regatten vom Mittelmeer bis hoch zur Ostsee. Der Kursrenner Thunder I wurde zweimal angeschafft damit ein effektieves Partnertraining auf dem Wasser erfolgen konnte.
2004 waren viele Wochenenden für Regatten reserviert und wie schon 2003 konnte man den Lorchteam - Nachwuchsfahrer mit der Segelnummer GER-220 sehr oft vorne in den Regattafeldern sehen.
Seine wichtigsten Erfolge 2004 waren:
Jugendweltmeisterschaft Formula-Windsurfing auf Rügen:
3. Platz und bester Deutscher U-15, 10. Platz U-17
Internationale Schweizer Meisterschaft Kids:
2. Platz
7. Internationale Bodenseemeisterschaft:
2. Platz Jugend bis U-19
27. Engadin Surf-Marathon:
31. Platz overall, 1. Platz Jugend bis U-19; Formel-J Rennen: 1. Platz U-15
Zum Abschluss der Saison 2004 wurde Sebastian zum Sichtungstraining an das Landes- Leistungszentrum in Friedrichshafen eingeladen und durfte dort unter den wachsamen Augen der Kadertrainer zweimal die Woche trainieren. Gemeinsam mit anderen Seglern und Surfern wurde dort über den Winter erst einmal die Kraft-Ausdauer durch Zirkel-, Lauf- und Fitnessraumtraining aufgebaut. Natürlich fanden vor jedem Training Theorieunterrichte zum Thema Regattaregeln, Taktik, Aerodynamik, Material und Wetterkunde statt. Erst als das Programm erfolgreich abgeschlossen wurde, ging es bei entsprechenden Temperaturen dann im Frühjahr 2005 zum Training wieder aufs Wasser und natürlich mit seinen Eltern an den Wochenenden wieder zu Regatten. | ![]() |
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Mit den Läufen zum TCS-Cup, zur Schweizer Meisterschaft und zur Bodenseemeisterschaft konnte Basti sich fit für die Jugendweltmeisterschaft 2005 in Christchurch Südengland machen.
So lief das Jahr 2005:
23./24. April 2005 > CH-Cup Formula Windsurfing, Comersee Cremia
12. Platz overall (von 33) und 3. Platz U19
4./5. Juni 2005 > Bodenseemeisterschaft, Surfmarathon
Immenstaad
6. Platz overall (von 42) und 2. Platz U19
11./12. Juni 2005 > Formel J, Immenstaad
1. Platz U17
18./19.Juni 2005 > Bodenseemeisterschaft, course race Überlingen
18. Platz overall (von 43) und 2. Platz Jugend U19
25./26. Juni 2005 > Bodenseemeisterschaft, course race Radolfzell
3. Platz overall (von 38) und 1. Platz Jugend U19
9./10. Juli 2005 > Internationale CH-Meisterschaft, Silvaplanasee
15. Platz overall (von 35) 2. Platz Jugend U19
12.-17. Aug. 2005 > Engadinwind.com
Eurocup (Männer):51. Platz overall (von 79) und 1. Platz U17
Marathon: 59. Platz overall (von 80) 2. Platz U17
Formel J: 1. Platz U17 und 2. Platz U19
24./25. Aug. 2005 > Bodenseemeisterschaft, course race
keine Rennen wegen Windmangel
10./11. Sep. 2005 > Bodenseemeisterschaft, Surfmarathon Reichenau
3. Platz overall (von 42) und 2. Platz Jugend U19
1./2. Okt. 2005 Bodenseemeisterschaft, CH-Cup mit Surfmarathon
7. Platz overall (von 47) und 1.Platz Jugend U19
Die Erfolge 2005 in der Formel J brachten ihm den Ranglistengewinn in der offenen Klasse U17.
In der Endrangliste der Bodenseemeisterschaft belegte er den 4. Platz overall (von 89) und den 2. Platz in der Jugend U19.
Formula Windsurfing Youth Championships 2005 25.-31.07.2005 Christchurch (GB)
12. Platz U17 (von 25)

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2006
erfolgte dann der richtige Umstieg auf den Lorch Formula Thunder II und zum ersten Mal wurde ein Segel von Neil Pryde angeschafft. Ein neues RS 6 in der Größe 9,8 für die Internationalen Formularegatten in der Klasse U17. Welch ein Unterschied zu den vorherigen 10 und 11 Quadratmeter Segel aus Amerika und Australien. Hinzu kamen die fantastischen Finnen der Firma Hurricane. Diese Leitwerke von Ottmar optimierte das Paket Thunder II und RS 6 so gut, daß der Friedrich Wöhler Gymnasiast mit seinen 15 Jahren plötzlich vielen erfahrenen TCS-Cuppern das Leben während der Regatten schwer machte. Zudem kam jetzt durch dieses Material noch ein ganz wichtiger Faktor hinzu! – Spaß – war das Zauberwort. Denn dieses Material ließ sich auch noch bei Bedingungen fahren, bei denen früher die Grenze des Machbaren sehr schnell erreicht war. 18 – 20 Knoten Wind ließen mit dem alten Material keinen Spaß mehr aufkommen – jetzt war alles anders! Er konnte den nächsten Startschuß kaum noch erwarten, um dann auf seinem Formula richtung Luftonne zu fliegen und nach Rundung dieser wieder zurück zur Leetonne zu schießen. Die Formularennen erforderten auch einen wachen und flexiblen Geist, denn nicht nur die Geschwindigkeit war wichtig, sondern auch die Taktik auf dem Dreieckkurs. Alles mußte stimmen, die Kraftausdauer und Kondition von Basti, die Geschwindigkeit, die Trimmung und die Zuverlässigkeit des Materials. Endlose Diskusionen über das Verhalten und den Trimm während des Rennens wurden von Ihm mit Günter und mit seinem Trimmer geführt.
Die Regatten 2006
| International
> Walensee, Liechtenstein. Meisterschaft > Silivaplanersee, Schweizer Meisterschaft > Urnersee > Engadinmarathon CH
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Das Jahr 2007
brachte nicht nur wieder einen sagenhaften Fortschritt im Bereich des Materials (viel Entwicklungsarbeit mit Ottmar und Günter), sondern auch auf Seiten der Physis.
Zum einen:
> Der Thunderbird Formula: Wahrscheinlich der beste Kursrenner 2007 (nicht nur Qualitativ). Einfach zu fahren, ging sehr gut Höhe am Wind, spitzte raum nicht in die Welle und machte gut speed. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig beim Umstieg vom im Heck schmaleren Thunder II.
> Die Hurricane Finne von Ottmar: Weich im Flex und hart im Twist mußte sie für den breiten Renner sein. „Ein außergewöhniches Meisterstück handwerklichen Finnenbaus! Genauer arbeitet niemand!" - Günter hat´s vermessen.
> Das RS-Racing 10,7: Unten herum richtig Bums und oben heraus immer schneller ohne Druckpunktwanderungen. Der Spruch eines Neil-Pryde-Fahrers: „Ganz schön viel Wind, aber - geht schon!“ Das sagt alles.
Und zum anderen:
> Das Körpergewicht: 75 Kilogramm brachten Basti endlich in die Schlagdistanz der meist noch schwereren Konkurenten. Für Formularennen ist mehr Gewicht einfach besser.
> Die Körpergröße: 193 Zentimeter und Basti konnte den Gabelbaum einfach höher fahren. Mit 16 Jahren war das Längenwachstum aber noch nicht abgeschlossen.
So fuhr Basti zu 18 internationalen und nationalen Formula und Slalom Events. Zum ersten Mal dabei – DWC- Rennen, und neben der Schweizer Meisterschaft auf dem Silvaplanasee auch noch die Italienische Meisterschaft auf dem Gardasee. „Viel Spaß hat´s gemacht, besonders die Formularennen. Schade, daß die Saison so schnell vorbei war!“
- Anmerkung von einem Teammitglied: „Gott sei dank ist die Saison um. Ich brauch mal Ruhe, 2008 ist auch noch ein Jahr zum Surfen!“
Sehr viel Unterstützung erfuhr Basti nicht nur von seinem Freund Günter. Ein wichtiger Familienfreund und Surfer trat immer mehr in Erscheinung. Wie auch in den Jahren davor setzte Niko viel daran, das junge Talent in allen Bereichen zu fördern. Fördern heißt auch, mit raus auf´s Wasser, Testen, Kilometer auf der Straße zu den Rennen schrubben, eine gute Sicht der Dinge vertreten zu können, am Strand während der Rennen frierend Material bereit zu halten, den Basti aufmuntern wenn´s mal nicht so geklappt hat und mit auf die Partys zu gehen. Das alles hat wirklich viel geholfen!
| Zu einem Regattateam gehören eine Menge wichtige Dinge: Neben der Firma Lorch, den Shapern Günter und Ottmar, die Unterstützung des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums, und die von Bernhard (ehemaliger Surfshop Donaueschingen), natürlich auch die des Trimmers (Kontrolliert den Trimm peinlichst genau und führt das Trimmbuch mit allen Eintragungen zu sämtlichen Größenangaben für´s Rennen, welche für Außenstehende ein unerfahrbares Geheimnis darstellen). Eine entscheidende Größe stellt auch das Verpflegungs- und Organisationstalent – „Restaurant da Mama“ - dar! Ohne dieses Team um den Lorch Teamrider Basti Kördel GER-220 wären diese Erfolge niemals möglich gewesen. | ![]() |
Anmerkung des Trimmers: „Ein wenig mehr Trainingszeit auf dem Formularenner und Du infizierst Dich mit dem Surfregattavirus. – Aber wenn´s Spaß macht, fang´ doch damit an.“
Richtig intensiv wurden dieses Jahr die Lorchboards für 2008 getestet. Eins hatte sich bei den Tests 2007 schon abgezeichnet: Egal ob Formula oder Slalom, die neuen Lorchboards mit den Hurricane Finnen werden 2008 noch viel mehr Potenzial haben.
Jetzt habe ich noch eine wichtige Frage für die Regattaplanung 2008 aber Basti ist schon wieder auf dem Wasser, an seinem Homespot in Radolfzell weht es mit ca. 11 Knoten aus SW. Es ist Spätsommer 2007 die Blätter fallen und ich sehe ihm gegen die tiefstehende Sonne hinterher. Er fliegt über das goldene Wasser des Bodensees. Ohne Anstrengung, natürlich mit seinem Formula Kursrenner, als ob es keine Windlöcher gäbe. Welch ein Spaß denke ich – gut fährt er – und sehe Niko. Er macht sich gerade fertig und geht mit seinem Formula hinterher.
Und ich? – Jetzt auch! Auch mit dem Formula – womit sonst?
Die Saison ist um, und wir haben endlich wieder Zeit........

[up]
Events und Platzierungen 2007
Insgesammt hat Basti an 16 Windsurfregattaveranstaltungen teilgenommen. Davon waren:Hierbei wurde er Internationaler Schweizer Vizemeister im Formula Windsurfing und Internationaler Schweizer Formula Windsurfing Jugendmeister.
Bei der Internationalen Italienischen Meisterschaft im Formula errang er den 14. Platz overall und den 1. Platz bei der Jugend.
Auf heimischem Revier gelang ihm bei der Jahreswertung der Internationalen Bodensee Meisterschaft der 3. Platz overall und der 1. Platz bei der Jugend.
Mit dem Auto zurückgelegte Fahrstrecke: Ca. 13000 Kilometer (alles mit Anhänger)
Die Regatten im Einzelnen:
31.03. - 06.04. Formula und Slalom Trainingmit Günter und Helge in Holland (Renesse)
21.04. - 22.04. TCS-Cup Urnersee
4. Platz Formula Overall
6. Platz Slalom Overall
1. Platz Formula Jugend
27.04. - 29.04. DWC Steinhude
7. Platz Formula Overall
1. Platz Formula Jugend
05.05. - 06.05. TCS-Cup Comersee
4. Platz Formula Overall
1. Platz Formula Jugend
12.05. - 13.05. TCS-Cup Murtensee
5. Platz Formula Overall
8. Platz Slalom Overall
1. Platz Formula Jugend
17.05. - 19.05. DWC Rügen
13. Platz Formula Overall
2. Platz Formula Jugend
31.05. - 03.06. Internationale Italienische Meisterschaft Torbole Gardasee
14. Platz Formula Overall (bester Deutscher)
2. Platz Formula Leight Wight
1. Platz Jugend
16.06. - 17.06. Überlinger Windsurf-Cup
9. Platz Overall
1. Platz Jugend
23.06. - 24.06. Radolfzeller Windsurf-Cup
1. Platz Overall
1. Platz Jugend
30.06. - 01.07. TCS-Cup Walensee (Lichtensteinische Meisterschaft)
3. Platz Formula Overall
1. Platz Formula Jugend
06.07. - 08.07. Internationale Schweizer Meisterschaft Silvaplanasee
2. Platz Formula Overall
1. Platz Formula Jugend
11.08. - 12.08. Engadinwind Marathon
22. Platz Overall ( bester Deutscher)
1. Platz Jugend
2. Platz TCS-Cup Wertung
10.08. - 13.08. Euro-Cup Formula Silvaplana
23. Platz Overall
1. Platz Jugend
08.09. - 09.09. Reichenauer Inselmarathon
Kein Wind
15.09. - 16.09. TCS-Cup Neuenburgersee (Yverdon)
Kein Wind
06.10. - 07.10. Bodensee Marathon Steckborn
2. Platz TCS-Cup Wertung
1. Platz Jugend
Der Trimmer
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